Der Sprechfunker in der DLRG

Sprechfunkgeräte sind Führungs- und Einsatzmittel. Ihre Bedienung und Beherrschung erfordert ein umfangreiches Fachwissen und regelmäßige, eigenständige Fortbildungen im Sprechfunkbereich.

Die Anforderungen an den Sprechfunker sind je nach Aufgabengebiet verschieden. Die Sprechfunkausbildung der DLRG ist daher in folgende Bereiche gegliedert:

Sprechfunkunterweisung DLRG-Betriebsfunk

  • DLRG-Sprechfunker
  • BOS-Sprechfunker -analog-
  • BOS-Sprechfunker -digital-
  • Amtliche Sprechfunkzeugnisse

Im BOS-Digitalfunk (BOS: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) werden außerhalb der DLRG andere Begrifflichkeiten für die einzelnen Ausbildungsebenen genutzt und können wie folgt in die DLRG-Begrifflichkeiten übersetzt werden:

  • Endanwenderschulung Digitalfunk im Sinne der anderen BOS = BOS-Sprechfunker -digital- im Sinne der DLRG
  • "Multiplikator" im Sinne der anderen BOS = Ausbilder BOS -digitalim Sinne der DLRG
  • "Dozent" oder "Kreisausbilder" im Sinne der anderen BOS = Multiplikator BOS -digital- im Sinne der DLRG.

DLRG Sprechfunker

Die Tätigkeit als Einsatzkraft beinhaltet auch das sichere Bedienen eines DLRG-Betriebsfunkgerätes, sowie die sichere Verkehrsabwicklung im Betriebsfunk der DLRG.

Die Sprechfunkunterweisung DLRG-Betriebsfunk berechtigt zur Teilnahme am Sprechfunkverkehr auf den DLRG Kanälen. Sie ist als Grundausbildung für jede Einsatzkraft anzusehen. Die Qualifikation zum DLRG Sprechfunker ist eine Erweiterung und Vertiefung der Sprechfunkunterweisung.

  • gültige Mitgliedschaft in der DLRG
  • Mindestalter 14 Jahre
  • Basisausbildung Einsatzdienste oder Fachausbildung Wasserrettungsdienst

BOS-Sprechfunker -analog / digital-

Die Ausbildung zum BOS-Sprechfunker ist für die Bedienung von BOS-Funkgeräten erforderlich (BOS: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben).

Grundlage der Ausbildung sind die jeweils gültigen rechtlichen Bestimmungen der Länder und des Bundes.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung ist grundsätzlich die abgeschlossene Fachausbildung Wasserrettungsdienst. Das Mindestalter zum Zeitpunkt der Prüfung beträgt in der Regel 18 Jahre. Für behinderte, die ausschließlich im Bereich der Sprechfunkausbildung oder als Funkbetriebspersonal in Leitstellen eingesetzt werden, kann der Nachweis für die Ausbildung Wasserrettungsdienst entfallen.

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Prüfungsteil müssen insgesamt 60% der möglichen Gesamtpunktzahl erreicht werden. Die praktische Prüfung besteht aus folgenden Teilen:

  • Gerätekunde
  • Sprechfunkbetrieb
  • Kartenkunde (sofern ausgebildet)