Betreten von Eisflächen auf eigene Gefahr!

Teilweise zugefrorener Elster-Saale-Kanal...
Eistaucher bei einer Übung unter der Eisdecke...

Dauerfrost und eine vermeintlich geschlossene Eisdecke, Schlittern, Schlittschuhlaufen, Eishockey oder einfach bloßes Spazierengehen - dazu laden Tümpel, Seen, Flüsse und Weiher im Winter ein.

Stärke und Tragfähigkeit der natürlichen Eisflächen sind nur schwer einschätzbar und selbst die dicksten Eisflächen geben keine Garantie auf ausreichende Belastbarkeit!

Das Amt für Umweltschutz weist darauf hin, dass die Stadt Leipzig keine Haftung für Schäden, Unfälle oder den eventuellen Einsatz von Rettungskräften übernimmt. Die Verantwortung und die Kosten hat jeder selbst zu tragen. Das Betreten von Eisflächen erfolgt auf eigene Gefahr.

Nach § 2 Absatz 5 der Leipziger Polizeiverordnung (PDF 57 KB) ist das Betreten oder Benutzen der Eisflächen auf allen öffentlichen Gewässern der Stadt Leipzig nur zulässig, wenn sie durch die Kreispolizeibehörde freigegeben wurden. Liegt diese Freigabe nicht vor, betreten Sie die Eisflächen immer auf eigene Gefahr.

Grundregeln beim Betreten von Eisflächen:

Gefahren an winterlichen Gewässern

Stärke und Tragfähigkeit des Eises sind trotz Dauerfrost und teilweise vermeintlich geschlossener Eisdecken schwer einzuschätzen, daher kann das Eis an verschiedenen Stellen eines Gewässers recht unterschiedliche Dicken aufweisen. Ursachen dafür sind:

  • Bodenwärme
  • Strömungen
  • Zuflüsse warmer Industriegewässer
  • Gasbläschen aus schlammigem Grund
  • dünn überfrorene Fischereilöcher
  • Einbruchstellen
  • Eisrisse

Folgende Eisdicken gelten als ausreichend:

15 cm für stehende und 18 cm für fließende Gewässer.

Die größte Gefahr für eine im Eis eingebrochene Person ist eine starke Unterkühlung und die damit verbundene Abnahme der Kräfte und des Reaktionsvermögens. Zusammen mit dem Abtrieb schwerer Winterkleidung führt dies schon in wenigen Minuten zum Ertrinken.